Um punkt sieben Uhr lagen beide wach im Diva-Bett. Wegen dem Jet-lag war an Schlafen nicht mehr zu denken. Aber siehe da, als Bärnu den Vorhang aufriss hallte ein Jubel durchs Hotelzimmer. Ein wunderbar blauer Himmel strahlte uns an und die Sonne war soeben aufgegangen. Ein schöner Tag erwartete uns. Also ab aus den Federn, duschen, packen und dann ab in die Lobby zu den Indern unser complimentary breakfast essen (Orangejuice und Muffin). So gegen 8.15 Uhr fuhren wir dem Highway 99 North entlang an einem soeben passierten Unfall vorbei (Trucker manövrierte Verkehr um seinen Truck) direkt ins Downtown. Pat hatte den langen Lincoln und den Verkehr im Griff, während Bärnu durch die Strassen führte. Via Western Exit gelangten wir zum 1. Tagesziel, dem ca. 180 Meter hohen Wahrzeichen Seattles, dem Space Needle. Vorerst fanden wir ein preiswertes, sehr modernes Garagenparking an der 5th Avenue neben dem Aussichtstower. (10h Parking = 6$)!
Punkt neun Uhr morgens öffnete der Tower seine Tore. Die beiden Naasler standen um 09.20 Uhr, nach dem offiziellen Fotoshooting an der leeren Kasse. Um diese Uhrzeit waren an einem gewöhnlichen Mittwoch im September wenig Touristen unterwegs. Fast alleine genossen wir anschliessend die hervorragende Aussicht über die grüne Hafenstadt Seattle. Bärnu konnte eine gewisse Ähnlichkeit mit Auckland in Neuseeland ausmachen, während beide von der Plattform aus vergeblich den nahe gelegenen Mount Rainier (Washingtons höchster Berg) suchten. So gegen 10.00 Uhr hatten wir wieder Boden unter den Füssen und machten uns zu Fuss auf ins City Center. Unterwegs wurde im Subway noch richtig gefrühstückt und eine kleine Wassershow à la Bundesplatz Bern genossen. Pat entdeckte die ersten Ford Mustangs und Bärnu stachen die grossen Ford-Duties ins Auge. Als nächsten gelangten wir zu einem weiteren Wahrzeichen der Stadt, dem Pike Place Market im südwesten des Zentrums, wo umgehend das Glücksschweinchen des Markts besucht wurde. Von Alaskan Halibuts, über riesige King Crab Beine und King Salmon Fische bis zu kleinen Zwetschgen war alles in frischer Qualität zu finden. Im oldest Starbucks (established 1971) kauften wir eine Cup of Coffee und zogen dann weiter an die Waterfront, wo die schöne Stimmung genossen und in Souvenirshops einige Einkäufe gemacht wurden. Gegen Mittag kauften wir uns eine grosse Portion Fish and Chips und setzten uns auf einen Pier mit Picknick Plätzen und ca. 1000 Möwen, die darauf warteten gefüttert zu werden (war erlaubt!). Wir zogen es jedoch vor unsere köstliche Mahlzeit selbst zu essen und überliessen das Füttern den Kindern. Bärnu begann gleich darauf mit Karten schreiben. In der Zwischenzeit machte sich Pat mit seiner Digi-Cam über die Möwen her. Später wurden auf dem Bootssteig zufällig 2 Sea Otters (Mutter mit Jungem) entdeckt, die sich genüsslich an der Sonne entspannten und aufwärmten. Wiederum wurde die Kamera warm geschossen. Darauf rufte Pat die AVIS-Mietstation am Airport an um sich über die Möglichkeiten eines Autowechsels (Lincoln Towncar => Cadillac DTS) zu informieren. Er kam mit good news zurück und gab bekannt dass diese Aktion geglückt sei. Gesättigt gingen wir nach dem Lunch Richtung Westlake Center um auf Shopping Tour zu gehen. Dort entdeckten wir Simus Kollegen, die glorreichen Westlake Securities in sagenhafter Uniform, Note 10! Im Macy’s wurde Underwear gepostet. Vor allem Pat wurde immer und immer wieder, sei es im Macy’s, Old Navy oder American Eagle fündig. Mit gefüllten Taschen sprangen wir gegen fünf Uhr Abends aufs Monorail und fuhren im Eiltempo zum Parking zurück, wo die Taschen abgeladen wurden. Zu Fuss gings wieder Richtung Waterfront. Ein augiebiges Dinner gabs anschliessend in der Old Spaghetti Factory (Salat, Hauptspeise, Dessert), wobei wir in einem alten Zugstrolley (wär was für Thomy gewesen!) in mitten vieler Familien (Kinderunterhalung inklusive) unseren Tisch hatten. Nach dem Essen, so gegen 19.00 Uhr spürten wir langsam unsere Beine und merkten dass die Müdigkeit sich bemerkbar machte. Demzufolge holten wir unseren Towncar und fuhren auf ziemlich direktem Weg zur Avis Mietstation auf den Flughafen hinaus. Dort angekommen begann die Mission Cadillac! Der Lincoln Towncar, welcher auch ein nicht zu verachtendes Luxusmobil war, wurde sauber abgegeben. Am Avisschalter stieg dann die Spannung ins Extreme als unser Agent vorerst keine Reservation vorfinden wollte. Als dann Brandon (unser gestrige Agent) auftauchte, konnte die Situation geklärt und zum Guten geändert werden. Die Agents verstanden unseren Wunsch den Cadillac zu erhalten einstimmig und konnten uns diesen schlussendlich auch aushändigen. Nach dem kurzen Übernahmecheck war es endlich soweit! Pat konnte sich einen kleinen Traum erfüllen und fuhr zum 1. Mal einen Cadillac! Was für ein Gefühl! Der Towncar war innert Sekunden vergessen und wir machten uns routiniert (Strecke von gestern) im dunkelvioletten, gerademal 820 Kilometer zählenden Traumauto auf den Rückweg ins Airport Hotel, wo wir müde in unser Zimmer gelangten. Unser neues Fahrmobil konnte uns auf Anhieb begeistern und ist mit jeglichem Schnickschnack ausgestattet (z.B. Einparkwarnung, zu Nahe Auffahr Warnung etc.). Leider scheiterte dann im Hotelzimmer der Versuch online zu gehen, aufgrund der zu schwachen W-LAN Verfügbarkeit. Wir hoffen unseren Blog in den nächsten Tagen offiziell eröffnen zu können und gingen um 23.45 müde zu Bett.
USA/Canada 2008