Sunday, 14. september 2008 7 14 /09 /Sept. /2008 08:09

Heute morgen stand Pat als early bird um 6.45 Uhr auf um in Port McNeill Adler zu suchen. Wahrscheinlich waren diese aber zu den Lachsflüssen im Landesinneren gezogen und somit blieb die Suche erfolglos. Um 8.00 Uhr stand dann auch Bärnu auf und nach einem 6-Incher im Subway checkten wir um 9.30 Uhr beim McKay Whalecenter für die Tagestour ein. Mit nur 6 weiteren Teilnehmern und einem sehr unterhaltsamen Captain (Mike, derselbe den Pat auf seiner 2006er Tour hatte) gings um 10.00 Uhr mit einem mittelgrossen, zweistöckigen Boot auf Orca Whalewatching in der Charlotte Strait. Nach ca. 20 Minuten Fahrt trafen wir auf die erste Gruppe dieser grössten Delfinart. Orcas werden in 3 verschiedenen Populationstypen unterschieden (resident, transient, offshore). Wir sahen heute ausschliesslich die gutmütigen, friedlichen Orcas der resident spezies, welche sich hauptsächlich mit Lachs ernähren. Mike führte uns von insgesamt zu zwei verschiedenen Orcagruppen, welche wir für längere Zeit beobachten konnten. Obwohl das Wetter heute nicht 100%ig mitspielte (am Vormittag war es ausnahmsweise bewölkt) waren schon die ersten Begegnungen mit den sanften Riesen ein Erlebnis. Der Höhepunkt folgte nach ca 2 Stunden. Mike beschleunigte unser Boot auf ca. 20 Knoten und gab den Hinweis, dass wir nach hinten sehen sollen. Völlig unerwartet und wie aus dem Nichts geschah nun folgendes. Die Gruppe Orcas, welche wir vorhin noch beobachtet hatten, folgte dem Boot in Delfinmanier und sprang richtiggehend durch die Wellen, die unser Boot von sich gab. Anstelle von kleinen Delfinen schwammen uns mächtige Orcas nach und tauchten zeitweise in kurzer Distanz ab und sprangen durch die Bootswellen. Fasziniert vom Schauspiel konnten wir erst nach einer Weile glauben was da Geschah. Zum Glück versagten unser Kameras nicht und konnten das Geschehene festhalten. Die Orcas schienen eine Menge Spass zu haben und ruhten sich nach dem Abbremsen unseres Bootes neben uns aus. Auch dies war eine gute Gelegenheit Fotos zu machen. Mike erklärte uns anschliessend was genau geschehen war und die Umstände zu dieser Angelegenheit. Kurz darauf erschienen Delfine beim Boote, welche nach kurzer Zeit wieder das weite Suchten (Orcas vertragen sich nicht mit Delfinen). Nachdem wir eine gute Mittagssuppe erhalten hatten fuhren wir weiter zu den Buckelwalen. Auch dort erwartete uns ein geniales Schauspiel. Ca. 7 Buckelwale waren am fast gleichen Ort unterwegs. Zeitweise bildeten die Wale einen Halbkreis um unser Boot. Wir wussten fast nicht mehr wo hinzuschauen, da man immer wieder die Atemzüge (inkl. Pfeiffen) der Wale hörte. Einige Male konnten wir das „Lunch feeding“ beobachten. Darunter versteht man das Fressen der Wale von ganzen Heringschwärmen. Die tauchten dann mit dem Maul nach oben an der Wasseroberfläche auf und verschlangen die Fische. Anschliessend besuchten wir noch Stellar Sea Lions und Pat erblickte ein Adlernest und total 4 Bald Eagles. Nach total 5 Stunden in der Charlotte Strait waren wir wieder in unserem Town zurück und überlegten und das weitere Programm. Wir fuhren spontan nach Telegraph Cove, einer kleinen Bucht in der Wildnis. Leider sahen wir auch hier keine Adler, die Bucht gefiel trotzdem. Wir sahen auch noch einen Haufen Schwarzer Erde, welcher ursprünglich aus Fischresten bestand und trafen in Telegraph Cove noch auf eine alleinreisende Mexikanrin. Gegen halb sieben waren wieder im Motelzimmer. Pat ging noch mal raus um Adler zuschen, währendem Bärnu sich durch seine x-HM Teams kämpfte. Ein feines Dinner hatten wir im Sportsman Restaurant am Hafen und um Mitternacht ging ein erlebnisreicher Tag zu Ende. Auf den Pubbesuch verzichteten wir dieses mal freiwillig, obwohl das Pub einen guten Eindruck machte. Wir waren wohl einfach zu müde.

von Pat und Bärnu
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